German
Was Echtes Leben anlangt,
"so ist der Oberen Leben kein Echtes Leben. Richtiges Verhalten, das ist Echten Lebens sein. Das Untervolk ist Echten Lebens, wenn es das ursprüngliche Leben nicht verliert; es verhält sich richtig, wenn es frei im Leben ist. Der Obere wirkt Echtes Leben, wenn er frei sich bilden läßt Sin und Yü, und ohne sein Zutun veranlaßt er, daß sich bilden Sin und Yü. Das Untervolk ist Echten Lebens, wenn es sich selber bildet und Mittel hat um sich zu bilden. Der Obere wirkt Menschlichkeit, indem er sie betätigt in seinem Wandel, und ohne sein Zutun veranlaßt er ihre Betätigung. Der Obere wirkt Rechtschaffenheit, indem er sie betätigt in seinem Wandel, und weil er (rechtschaffen) ist, veranlaßt er ihre Betätigung. Der Obere wirkt schöne Sitte, indem er sie betätigt in seinem Wandel, doch so, daß niemandes Wandel ihm entsprechen muß; denn das Vorbild stiftet Verwirrung, wenn es die Arme ausstreckt mit Gewalt und zwingt, nach ihm zu wandeln. - Die Alten sagten: "Dahin ist der Weg Gottes, wenn der Fürst bestimmt, was Echtes Leben sei. Dahin ist das Echte Leben, wenn der Fürst bestimmt, was Menschlichkeit sei. Dahin ist die Menschlichkeit, wenn der Fürst bestimmt, was Rechtschaffenheit sei. Dahin ist die Rechtschaffenheit, wenn der Fürst bestimmt, was Anständigkeit sei." - Das Meistersein in Anstandsregeln ist der Wesenstreue äußerlicher Schein und Anzeichen von Verfall. Das Sichauskennen in angelernten Formen ist des Weges Gottes tauber Blütenansatz und der Affenbildung Anfang. - Richtig verhält sich der Große als Ältester oder Lehrer: Er widmet sich seiner Vollkommenheit und verweilt nicht bei seiner Äußerlichkeit. Er widmet sich seinem Echten und verweilt nicht bei seiner Verzierung. - Die Alten sagten: "Laßt fahren, was vergangen, ergreifet das Gegenwärtige!""
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